Das Theremin

Musik aus dem Aether!

Projekte


Theremin 1927

1927 tourte Prof. Lew Termen mit seinem 1919/1920 erfundenen Musikinstrument,
dem Theremin, durch Deutschland und Westeuropa.

Theremin Logo 1927-2027

2027 jähren sich die ersten, für eine große Öffentlichkeit veranstalteten Aufführungen des Theremins in Deutschland zum hundertsten Mal.
In Köln (Gürzenich) und Düsseldorf (Alte Tonhalle) fanden die Konzerte im Oktober 1927 statt. Weitere Konzerte 1927 gab es in vielen deutschen Städten u.a. Frankfurt, 2x Hamburg, München und vier Konzerte in Berlin. Zeitungsartikel, Plakate, Konzertprogramme, Karikaturen, Gedichte zeigen dass das Theremin vor hundert Jahren in aller Munde war.


„f-d-g-(D)o — Macht, O(hn) Macht“

Installative Konzertperformance von Gerhard Haugg & Ludger F. J. Schneider

Uraufführung beim Acht Brücken Festival 2024 in St Ursula in Köln.


Haugg und Schneider mit Schachfiguren

fdGO steht in der Jurisprudenz für "freiheitlich, demokratische Grundordnung".

Dieses Ordnungsprinzip wird anhand des Schachspiels in allen Facetten der Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse sichtbar gemacht:
der Läufer (Bischof) als Adjutant der Herrschenden (König u. Königin),
der Springer als Ordnungsmacht,
der Turm als Opfer für die Eliten,
der Bauer als Seele des Spiels – zwar mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit aber zur Verwandlung in eine mächtigere Figur fähig.

Hörbar wird dies durch die kompositorische Umsetzung der Abkürzung fdGO in die Töne f-d-g und die Solmisationssilbe "Do" (=c), sowie durch Zitate von „Machtmusiken“ (u.a. Haydn: Kaiserquartett/langsamer Satz), die sowohl zur Repräsentation der Herrscher als auch zur Kontrolle der Untertanen dienen sollten.

Dabei sind Entsprechungen zwischen beiden Ebenen vorhanden, z.B. der Bauer als Generalbass in der Musik. Das Schachspiel als traditionsreiche Kriegssimulation veranschaulicht zeitlose Grenzüberschreitungen wie Regelverstöße und Machtmissbrauch.

Die Vertonung erfolgt in 5 Sätzen:
1. f-d-g-(D)o
2. Ober sticht Unter
3. Heilig
4. Stille 8:46
5. Postludium

Mitwirkende

Gerhard Haugg | Orgel, Klavier, Cembalo, Antik-Elektronik und Performance

VitaGerhard Haugg studierte Kirchenmusik, Instrumentalpädagogik und Komposition in München und Bremen. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kompositionspädagogik, dem „offenen Kunstwerk“, der grafischen und plastischen Partitur sowie Antik-Elektronik. In der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Literaten entstehen spartenübergreifende Werke. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u.a.: das Buch „Beiträge zur Kompositionspädagogik und grafische Partituren“, die CD „Klavier Kompositionen 1967-1998“ hier auch unter seinem Künstlernamen Balthasar Mermonte. Außerdem hat er an internationalen Wettbewerben, Ausstellungen und Aufführungen teilgenommen, zuletzt im vergangenen Jahr am Festival Acht Brücken in Köln.

Ludger F. J. Schneider | Theremin, Live-Elektronik, Performance, Rauminstallation

VitaLudger F. J. Schneider ist bildender Künstler und arbeitet oft spartenübergreifend. Dabei nutzt er Photographie, Video, Rauminstallation, Performance, Klang und Licht, häufig in Kooperation mit Tanzenden, Darstellenden und Musikschaffenden. Seine Werke werden seit 1989 in Ausstellungen und auf Festivals im In- und Ausland gezeigt.
Seit dem Winter 2020/21 beschäftigt er sich intensiv mit dem 1920 erfundenen Theremin, einem elektronischen Musikinstrument, das als einziges beim Spielen nicht berührt wird. Neben der besonderen Spielweise gilt sein Interesse den ersten Vorstellungen des Instruments in Deutschland, unter anderem im Oktober 1927 in Düsseldorf (Alte Tonhalle) und Köln (Gürzenich).

Doku Videos der Aufführungen

IDO - Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival 2025

26. Oktober 2025 in St. Mariä Himmelfahrt, Düsseldorf-Unterbach → YouTube

Achtbrücken Festival 2024

8. Mai 2024 in St. Ursula, Köln (Uraufführung) → YouTube